Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda Joseph Goebbels gab im Dritten Reich die Richtlinien des „rechten Denkens“ vor. Das Hauptziel der Reichskulturkammer war die staatliche Organisation und Überwachung bzw. Kontrolle der Kultur. Demnach diente die Reichskulturkammer der Gleichschaltung der Kultur, um alle gesellschaftlichen Bereiche zu kontrollieren. Heute gibt es den „linken“ Mainstream und dessen politische Korrektheit. Eine mächtige Allianz aus Merkel, Gauck und anderen Spitzenpolitikern, aus Gewerkschaften, Kirchen, muslimischen Verbänden, die Amadeu-Antonio-Stiftung, den großen Medien und Talkshows bis hin zur terroristischen Antifa und einem Justizminister der sich eher als Gesinnungsminister hervortut. Sie teilen in Hell-Deutschland und Dunkel-Deutschland. Sie stellen jeden der nicht dem „linken“ Mainstream und dessen politische Korrektheit entspricht in die rechten Ecke bzw. diffamieren sie ggf. gleich als Nazis. Dieser Mainstream, diese Gut"herren"menschen ersetzen das Grundgesetz. Sie verbreiten und verüben ein subtiles Klima der Angst und Unterdrückung in allen gesellschaftlichen Bereichen. Sie üben Zensur und gesellschaftlichen Druck aus, wo immer es ihnen möglich ist. Sie geben das neue „Rechte Denken“ vor und schränken das Grundrecht auf Meinungs- und Informationsfreiheit ein. Da würde selbst ein Joseph Goebbels vor Neid erblassen. Dieser Blog – soll "Neues" aus der „neuen Reichskulturkammer“ - mit zusammengetragenen Beiträgen aus dem Internet - widerspiegeln.

Der Philosoph Theodor W. Adorno: „Ich fürchte mich nicht vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten.“

Monday, June 26, 2017

Sunday, June 25, 2017

Staatstrojaner. ,„Das ist eine derartige Dreistigkeit, dass einem die Spucke wegbleibt“

Lauschangriff auf die Bürger oder unverzichtbares Instrument im Kampf
gegen den Terror? Der Bundestag beschloss am Donnerstag ein Gesetz, das
die Überwachung auch von verschlüsselter Kommunikation über
Messenger-Dienste ermöglichen soll. Die Neuregelung versteckte die Große
Koalition in einem anderen Gesetz. So kommentiert die deutsche Presse
den Staatstrojaner.
„Große Mehrheiten können auch großen Murks machen"

Rheinische Post (Koblenz): „Auf den letzten Metern beweist die große
Koalition erneut, dass große Mehrheiten auch großen Murks machen können.
Schnell noch die WhatsApp-Überwachung durchbringen, damit die Fahnder
wieder vernünftig arbeiten können – das ist als Absicht in Ordnung, in
der Umsetzung aber wohl ein weiterer Fall fürs Verfassungsgericht. (...)
Allerdings haben die Messenger-Dienste die Software so stark geschützt,
dass Experten die Staatstrojaner für ungeeignet halten, allein die
laufende Kommunikation zu überwachen. Sie würden mehr Daten erfassen und
damit den erlaubten Rahmen sprengen. Dass selbst die
Datenschutzbeauftragte des Bundes Alarm ruft, hätte die Koalition
sensibilisieren müssen."
„Das ist Betrug und eine arglistige Täuschung der Wähler"

Neues Deutschland (Berlin): „Da fehlen einem die Worte! Würde man den
Coup, der am Donnerstag im Bundestag lief, 'dreist' und 'verschlagen'
nennen, bliebe man weit hinter dem Tatbestand zurück. Union und SPD
versteckten unter allerlei zusammengefegten und kaum bedeutsamen
Gesetzänderungen extrem weitreichende Regeln zum staatlichen Hacking,
zur Installation von Staatstrojanern und zur Ausweitung der
Online-Durchsuchung. Das ist Betrug und eine arglistige Täuschung der
Wähler.

Erschwerend kommt Arroganz hinzu. Union und SPD halten Menschen
außerhalb des Parlaments offenbar für total blöd. Der Einwand, man wolle
ja nur Schwerkriminellen und Terroristen das Handwerk legen, ist eine
Schutzbehauptung. Mit der Verabschiedung der Gesetzesänderung werden
Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte von Millionen legal. Der Staat
kann sich in Gebiete wagen, die ihn absolut nichts angehen. Irgendwelche
anonym bleibenden Bediensteten, die nicht fähig sind, echte Attentäter
wie Anis Amri zu stellen, obwohl der vor ihren Augen Terrormord
vorbereitete, die dürfen sich demnächst in Gedanken und Gefühle
unbescholtener Menschen hacken."
Im Video: „Das nervt einfach, Jan Korte!" Haßelmann kritisiert platten
Antrag der Linken
„Dieses Ansinnen ist unerhört"

Rhein-Neckar-Zeitung (Heidelberg): „Die Aufregung war groß, als 2013
bekannt wurde, dass amerikanische Geheimdienste das Mobiltelefon von
Bundeskanzlerin Angela Merkel abgehört hatten. Die Aufregung sollte
größer werden, nachdem der Bundestag gestern mit der Mehrheit von Union
und SPD beschloss, dass deutsche Geheimdienste künftig das Gleiche mit
allen Bundesbürgern tun dürfen. Dieses Ansinnen ist unerhört."
„Ob die Richter die Versuchung eindämmen können, ist die Frage"

Märkische Oderzeitung (Frankfurt/Oder): „Ein Smartphone ist mehr als ein
Gerät zum Telefonieren. Menschen organisieren ihr ganzes Leben dort –
und all die Informationen sind der Polizei jetzt zugänglich. Ob die
Richter, die solch eine Verwanzung genehmigen müssen, diese Versuchung
eindämmen können, ist die Frage."
„Das Vorgehen der Bundesregierung ist demokratisch beschämend"

Westdeutsche Allgemeine Zeitung (Essen): „Die Stimmung ist reif. Kaum
ein Tag vergeht ohne neue Terrormeldungen aus einer Metropole Europas.
Ermittler wollen nun den Zugriff auf ein mächtiges Instrument der
Überwachung: Der Staat soll Computer, Laptops und Handys hacken dürfen,
um auch verschlüsselte Nachrichten mitlesen zu können.

Auf den ersten Blick ist der Wunsch der Strafverfolger nachvollziehbar,
findet elektronische Kommunikation auf Whatsapp und Co. doch heute
weitgehend verschlüsselt statt. Dennoch ist der Vorstoß aus zwei Gründen
ein Angriff auf Freiheit und Rechtsstaat.

Zum einen kam die massive Ausweitung der Überwachungsmöglichkeiten quasi
durch die Hintertür – als Anhängsel eines laufenden
Gesetzgebungsverfahrens. Sollte hier etwa trickreich und hastig etwas
durchgewinkt werden, um bloß keine öffentliche Debatte zu riskieren? Das
Vorgehen ist demokratisch beschämend.

Der zweite Grund: Der 'Staatstrojaner' macht das Smartphone zur Wanze.
Polizei und Geheimdienste lesen mit und haben bei einer
Online-Durchsuchung auch Zugriff auf sämtliche privaten Daten. Ob ein
solch umfassender Lauschangriff einer Klage vor dem Verfassungsgericht
standhält, ist mehr als fraglich."

"Das Gesetz kommt ziemlich sicher vor das Bundesverfassungsgericht"

Nürnberger Nachrichten: „Bei der Online-Durchsuchung hat das
Bundesverfassungsgericht festgelegt, dass die Resultate erst einer
neutralen Instanz vorzulegen sind – damit geschützte Informationen aus
dem höchstpersönlichen Lebensbereich entfernt werden.

Etwas Vergleichbares ist in der Neuregelung zum Staatstrojaner nicht
vorgesehen – dabei liegen Smartphones durchaus regelmäßig im
Schlafzimmer, wo der Staat keinesfalls die Möglichkeit haben darf, ein
Mikrophon einzuschalten. Mit anderen Worten: Das Gesetz kommt ziemlich
sicher vor das Bundesverfassungsgericht – und wenn sich die Richter dort
an ihre eigenen Urteile halten, werden sie es kräftig, sehr kräftig
beschneiden."
„Die Große Koalition liefert ein bedrückendes Beispiel für
Demokratieverachtung"

Berliner Zeitung: „Der Umfang der Ausspähbefugnisse, den das Gesetz
gewährt, ist bedrohlich, aber die Art und Weise, wie die
Koalitionsfraktionen das Gesetz unter Ausschaltung der Öffentlichkeit
beschlossen haben, ist ein bedrückendes Beispiel für
Demokratieverachtung. (...) Um den Respekt, den ihr Berlin verweigert,
wird die Demokratie in Karlsruhe nicht lange bitten müssen."
„Was im Bundestag geschah, ist eine derartige Dreistigkeit, dass einem
die Spucke wegbleibt"

Süddeutsche Zeitung (München): „Man soll nicht bei jeder Gelegenheit von
einem Skandal reden. Aber das, was heute am späten Nachmittag im
Bundestag geschehen soll, ist eine derartige Dreistigkeit, dass einem
die Spucke wegbleibt. Ein Gesetz mit gewaltigen Konsequenzen, ein
Gesetz, das den umfassenden staatlichen Zugriff auf private Computer und
Handys erlaubt, wird auf fast betrügerische Weise an der Öffentlichkeit
vorbeigeschleust und abgestimmt. (...)

Der große Lauschangriff, über den so lange so erbittert diskutiert und
gerungen wurde, ist, verglichen mit den neuen Möglichkeiten, ein
lächerliches Unterfangen. Der große Computerangriff ist viel, viel
größer. Es handelt sich nicht nur um einen Eingriff, es handelt sich um
einen Einbruch in die Privatheit – und um einen Einbruch ins Grundgesetz."

Quelle:
http://www.focus.de/politik/deutschland/so-kommentiert-deutschland-staatstrojaner-das-ist-eine-derartige-dreistigkeit-dass-einem-die-spucke-wegbleibt_id_7274571.html

Saturday, June 24, 2017

Wednesday, June 21, 2017

Saturday, June 17, 2017

Der Islam, kurz erklärt.

Geistig verwirrter Mann erklimmt Tor


im Freudentaumel:
Das war gelogen!
bringt es auf den Punkt! 

Er sagte damals schon, was heute noch nicht gesagt werden darf. Sie trinken nicht nur Kaffee, sie haben noch mehr kriminelle Aufgaben...

Er sagte damals schon, was heute noch nicht gesagt werden darf. Sie trinken nicht nur Kaffee, sie haben noch mehr kriminelle Aufgaben...

Man muss den Idioten in der Rigaer Strasse dankbar sein. So können die Bürger vor der Bundestagswahl sehen was man mit Rot-Rot-Grün bekommt. Faschismus & Gewalt pur

Man muss den Idioten in der Rigaer Strasse dankbar sein. So können die Bürger vor der Bundestagswahl sehen was man mit Rot-Rot-Grün bekommt. Faschismus & Gewalt pur

Imad Karim: "Wir befinden uns mitten in der islamischen Inquisitionszeit"

"Wir befinden uns mitten in der islamischen Inquisitionszeit"
Der libanesische Regissuer Imad Karim
Foto: Imad Karim
Der deutsch-libanesische Regisseur Imad Karim gilt als einer der umstrittensten Islam-Kritiker. Im Interview spricht er über das Versagen der arabischen Gesellschaft, über den politischen Islam, und warum er gegen Einwanderung ist.

KURIER: Es gibt im Internet ein Video, das den ehemaligen ägyptischen Präsidenten Nasser zeigt, der vor Parteikollegen eine Rede hält, in der er launig erzählt, dass der Chef der Muslimbrüder tatsächlich von ihm verlangt hätte, dass Frauen dazu verpflichtet werden ein Kopftuch zu tragen. Alle Beteiligten im Saal fanden das sehr lustig.

Karim: Ich kenne das Video, das war Ende der Fünfzigerjahre. Ein Kopftuchzwang war damals völlig illusorisch.

Heute gibt es kaum mehr ein islamisches Land, in dem Frauen kein Kopftuch mehr tragen, was hat sich in den vergangenen Jahrzehnten in der arabischen Welt verändert?

Man hat bis in die Achtzigerjahre in vielen arabischen Ländern geglaubt, dass man mit demokratischen und säkularen Mitteln die Gesellschaft verändern könnte. Aber diese Kräfte haben völlig versagt.

Was waren die Gründe dafür?

Der Kalte Krieg. Der Westen war nicht bereit, die dortigen demokratischen und säkularen Kräfte zu unterstützen. Man hatte Angst, dass sie sozialistische Regime errichten wollen, wichtige Ressourcen und Bodenschätze verstaatlichen und sich außenpolitisch dem kommunistischen Ostblock anschließen. Deshalb bekämpften sie die Progressiven und unterstützten die Religiösen. Dann wurde 1979 der Schah durch Chomeini gestürzt, im Iran wurde eine Islamische Republik ausgerufen. Als Antwort darauf hat die sunnitische Mehrheit, unterstützt von Saudi-Arabien und den Golfstaaten, eine Richtungsänderung eingeleitet. Das heißt, die strenggläubigen und konservativen Kräfte haben als Antwort auf den Iran immer mehr Macht bekommen, liberale Strömungen wurden zurückgedrängt.

Waren die säkularen Kräfte zu schwach, um hier entgegenzuhalten?

Sie haben geglaubt, dass das nur eine vorübergehende Erscheinung ist, über vollverschleierte Frauen hat man sich in der Zeit zwischen 1978 und 1988 lustig gemacht. Später wurde das öffentliche Belächeln des Kopftuches zu einer Lebensgefahr. Bis dahin haben sich die meisten so verhalten, wie sich jetzt die Mehrheitsgesellschaft in Österreich und Deutschland verhält. Sie haben aus einer Selbstsicherheit heraus - man möge meinen auch aus Arroganz oder Ignoranz - geglaubt, dass das nicht von Dauer sein kann, dass man die Zeit nicht zurückdrehen kann. Sie haben sich alle geirrt. Sie haben sich blutig geirrt.

Gegenwärtig treten die Probleme mit großer Vehemenz zu Tage, wie zum Beispiel der Krieg in Syrien, im Irak, im Jemen, die Spannungen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran.

Wir befinden uns mitten in der islamischen Inquisitionszeit, im Grunde ist der nie unterbrochene Religionskrieg zwischen Sunniten und Schiiten, aber auch unter den Sunniten selbst, wieder sichtbarer geworden. Es geht um die Deutungshoheit, und diese bestimmt die kommende Dialektik der Geschichte. Das kann und will der Westen nicht begreifen.

Also hat der Westen maßgeblich Mitschuld an der Situation im Nahen Osten.

Ja, aber die größte Schuld liegt an uns Araber selbst. Wir haben nie gelernt, uns von den alten, verkrusteten, religiösen Vorstellungen zu befreien. Die Fähigkeit der Selbstreflektion ist eine Mangelerscheinung in unseren Gesellschaften. Und natürlich macht jede Einmischung des Westens es nur noch schlimmer. Der Westen soll sich einfach aus dieser Region raushalten und sagen: 'Ihr müsst mit euren Problemen selbst klarkommen'. Länder wie Thailand, die Philippinen oder Burma haben ihre Krisen auch selbst gelöst. Fakt ist, kein Einsatz des Westens, sei es im Irak oder in Afghanistan, hat diesen Ländern den Frieden gebracht. Ganz im Gegenteil.

Aber das ist doch naiv zu glauben, dass der Westen oder Russland sich komplett aus dem Nahen Osten zurückziehen, hier gibt es doch viel zu viele Eigeninteressen. Allein der Waffendeal von Trump mit Saudi-Arabien über 110 Milliarden Dollar ist genau das Gegenteil davon, was Sie fordern.

Der Westen hat nicht begriffen, dass jede Einmischung nur noch mehr Zerstörung bringt. Jede Einmischung betrifft auch das Innenleben der Gesellschaft hier im Westen, wir verlieren an Lebensqualität, an Freiheit und an Sicherheit. Es flüchten immer mehr Menschen, die wir nicht integrieren können und müssen. Warum sollen wir hier Menschen aus einem völlig anderen Kulturkreis, die bereits in ihren Ländern sozialisiert sind, in Europa „re-sozialisieren" um sie für die Integration fit zu machen? Was ist das für eine Anmaßung?

Das klingt von einem Araber, der selbst nach Europa ausgewandert ist, ziemlich hart.

Imad-Karim-2-Privat.jpg
Foto: Imad Karim


Ich lebe seit 40 Jahren in diesem Land, ich sah Deutschland von Anfang an als meine Heimat und als Heimat meiner Werte, weil ich bereits „integriert" ankam. Von meiner „Sorte" gibt es viele, und dennoch sind wir eine Minderheit in unserem Kulturkreis. Das ist ein Fakt! Dieses Deutschland, die Heimat meiner Werte, möchte ich mit allen rechtsstaatlichen Mitteln verteidigen. Ich widerspreche den Eliten, die mir „Fremdenliebe" auf Rezept verschreiben wollen. Das sind dieselben Akteure, die mir ihren Humanitätsbegriff verordnen. Das ist die gleiche Elite, die mit Saudi-Arabien Waffengeschäfte in Milliardenhöhe macht, aber mir vorschreiben möchte, dass ich Millionen fremde Menschen mit ihrem archaischen, menschen-, frauen-, und homosexuellenverachtenden Weltbild als neue Nachbarn akzeptieren, und die von vielen von ihnen begangenen täglichen An- und Übergriffe tolerieren soll. Gibt es noch etwas Absurderes als das?

Wenn man Ihnen so zuhört, könnte das auch auf einer Parteitagsrede der FPÖ oder AFD gesagt werden, sie sprechen wie die Rechtspopulisten. Zusammenfassend: Sie lehnen diese Einwanderungswelle komplett ab.

Was heute „rechts" oder „populistisch" ist, entscheidet nicht mehr der Duden, sondern eine Machtelite, die auch die Sprache vereinnahmt hat. Und ja, ich bin für eine strikt kontrollierte Einwanderung nach dem australischen bzw. kanadischen Modell. Hält dieses Migrationschaos an, werden wir verlieren.

Aber Sie übertreiben und polemisieren doch maßlos. In Österreich ist zum Beispiel die Kriminalitätsrate trotz der Flüchtlingswelle nicht wirklich signifikant gestiegen.

Das stimmt einfach nicht, es gibt mehr Übergriffe auf Frauen, es gibt mehr Gewalt, ich kenne die Berichte des BKA. Menschen sind doch immer das Produkt der Gesellschaft, aus der sie stammen. Und Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass Menschen aus Syrien und dem Irak, die seit Jahren nur mehr Chaos und Gewalt kennen und die es nur mit menschenverachtenden Fanatikern zu tun haben, nicht einen anderen Zugang zu Gewalt haben?

Was würden Sie also mit den Flüchtlingen tun? Alle wieder zurückschicken?

Ich bin für die Remigration, ich bin dafür, dass die Menschen wieder in ihre Heimatländer zurückgebracht werden.

Aber das ist doch illusorisch.

Aber wir müssen damit anfangen, wir müssen sofort die Grenzen schließen, heute wollen 70 Millionen Menschen nach Europa. Wenn Sie den Nachrückern die gleichen Rechte verweigern, die Sie den bereits hier aufgenommenen 2,5 Millionen zugestanden haben, handeln Sie ungerecht. Oder wollen Sie die alle aufnehmen? Oder möchten sie am besten diese Menschen aus ihren Heimatländern abholen, damit Sie täglich Tragödien im Mittelmeer verhindern? Und wenn ja, wie viele sollen ins westliche Paradies befördert werden? Es gibt natürlich viele Gründe, warum Menschen ihre Heimat verlassen. Was uns als Araber betrifft, sage ich, dass wir trotz der im Laufe der letzten 70 Jahre hineingeflossenen Billionen von Petrodollars versagt haben, eine moderne Gesellschaft aufzubauen. Verantwortlich hierfür sind nur wir allein!

Aber gestehen Sie den Menschen nicht zu, dass sie für sich und ihre Familien alles unternehmen, um sich ihre Lebenssituation zu verbessern?

Ich wäre ein Narr und ein Selbstleugner, wenn ich den Menschen nicht das Recht zuordnen würde, dass sie sich ihr Leben verbessern. Völkerwanderung ist ein integraler Bestandteil unserer Zivilisationen, aber sie zu begrenzen oder/und zu steuern ist ebenfalls ein integraler Bestandteil unserer Zivilisationen. Und wer das ignoriert, riskiert dass Hochkulturen womöglich untergehen könnten. Diese Gefahr der Selbstabschaffung sehe ich heute im Westen. Ich habe das Gefühl, die Deutschen möchten ihre Großeltern noch einmal ausgraben, um sie kollektiv für die Verbrechen im Zweiten Weltkrieg verurteilen zu können. Diese Selbstgeißelungshaltung nützt weder der Mehrheitsgesellschaft, noch den Neuankömmlingen.

Wir reden von überwiegend muslimischen Migranten, gehört der Islam zu Europa?

Nein, der Islam gehört nicht zu Europa. Aber Muslime, die sich zu unserer Verfassung bekennen, gehören zu Europa. Aber all jene, die von einem europäischen Islam sprechen, liegen falsch. Auch Bassam Tibi, der das vor Jahren forderte, hat das mittlerweile revidiert. Er sagt, er hätte sich geirrt, da sich nicht der liberale, sondern der gewaltverherrlichende Islam in Europa durchgesetzt hat. Und Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass wir im heutigen medialen Zeitalter die Muslime in Europa als singulär betrachten können, das ist naiv. Jeder weiß, dass Menschen, die auswandern, in der Fremde viel mehr an Traditionen festhalten als zuhause.

Das heißt, die Menschen werden gerade hier im freien Westen religiöser?

Ich gebe Ihnen ein Beispiel, ich kenne ja viele Araber hier in Deutschland. In den Achtzigerjahren waren die westlich gekleidet, sie hatten Kontakt zu ihren Nachbarn, die Kinder spielten gemeinsam, am Wochenende wurde gemeinsam gegrillt. Heute gehen sie in die Moschee, ihre Frauen tragen Kopftücher.

Was ist da passiert, hat man diese Leute alleingelassen, das klingt nach Versagen der Integration.

Die Probleme sind in der Religion angesiedelt. So wie wir Muslime sozialisiert wurden, sind wir alle tickende Zeitbomben. Meine Eltern im Libanon waren nicht gläubig, aber wenn wir andere Familienangehörige zu Festen besuchten, wurde dort gebetet. Und wissen Sie, was wir gebetet haben? Gott verfluche die Juden, Gott verfluche die Christen. Das steckt in unseren Köpfen von Kindesbeinen, ich kenne hier Araber in Deutschland, die dieselben Gebete in ihren Häusern beten und nicht nur in ihren Häusern.

Aber das westliche Lebensmodell bietet doch Freiheiten, die in den Herkunftsländern nicht einmal ansatzweise vorhanden ist.

Das westliche Lebensmodell ist heute viel labiler als vor 20 oder 30 Jahren. Das Gendermainstreaming und andere ideologisch forcierten Vielfaltmodelle überfordern viele Menschen. Die heutige Liberalität unserer Gesellschaft erschwert den Muslimen, aber auch allen anderen religiös behafteten Menschen die aktive Integration. Die Neuankömmlinge sind quasi kulturell geschockt, wenn das Kind daheim erzählt, dass heute in der Schule gelernt wurde, wie man ein Kondom überzieht. Das versteht nicht einmal ein gläubiger Christ.

Also eine Rückkehr zur Religiosität durch Überforderung?

Absolut, sie scheitern an der liberalen Gesellschaft, sie haben nie gelernt für sich selbst zu bestimmen, und wenn, dann müssen sie den Koran als Grundlage verwenden. Diese Menschen brauchen Halt und den finden sie im Koran. Wir unterstützen sie dabei und bemerken nicht, dass wir eine auf Isolation gerichtete Minderheit fördern, die, wenn nicht morgen, dann übermorgen die Mehrheit bilden könnte. Und dann, was ist mit uns liberal denkenden Menschen? Haben wir bis dahin eine Existenzberechtigung?

Aber es gibt doch genug muslimische Mitbürger, die das Gegenteil beweisen.

Die Menschen, die derzeit nach Europa kommen, tragen ein kulturelles Erbe mit sich, das mit dem westlichen Lebensstil nicht kompatibel ist. Es gibt in Deutschland auch andere Kulturen, wie die der Asiaten. Hier sieht es völlig anders aus. Sie sind bereit, sich hier zu integrieren, es gibt keine Probleme. Wenn Leute aus einer muslimischen Familienstruktur ausbrechen wollen, werden sie verstoßen. Und wenn in ihrem muslimisch dominierten Stadtteil ihre Nachbarn wieder strenge Muslime werden, dann haben sie keine anderen Alternativen als auch in die Moschee zu gehen und ihrer Frau zu sagen, dass sie jetzt ein Kopftuch tragen muss.

Aber wir haben in Österreich und Deutschland mit wenigen Ausnahmen keine wirklichen muslimischen Viertel, wie zum Beispiel in Frankreich oder England.

Ich kann Ihnen in Deutschland mittlerweile 100 No-Go-Areas nennen. Deutschland entwickelt sich zum besten islamischen Land der Welt. Hier kann der muslimische Vater verlangen, dass in der Schulkantine kein Schweinefleisch serviert wird oder er kann bewirken, dass Kreuze im Krankenhauszimmer abgehängt werden.

Also, das ist Ihnen alles zu tolerant?

Sie können mir gegenüber aufrichtig tolerant sein, wenn Sie ein gesundes Verhältnis zum eigenen Ich haben und nicht aus einem Schuldgefühl handeln. Solche Toleranzformen haben ein geringe Halbwertzeit.

Es ist unbestritten, dass man bei der Integration viele Fehler gemacht hat, aber was sollte man in Zukunft anders machen?

Wir sollten in Deutschland Grundgesetz Artikel 4 neu definieren. Darin wird die uneingeschränkte Religionsfreiheit gewährleistet. Diese Freiheit heißt aber auch, dass man die Weltanschauung von Agnostikern respektiert. Ich will zum Beispiel nicht, dass Muslime auf der Straße offen beten. Wenn wir das Grundgesetz richtig interpretieren, können wir von den Muslimen verlangen, dass der politische Islam den öffentlichen Raum nicht einnehmen darf. Das muss in der Verfassung neu definiert werden. Verschieben wir diese Entscheidung, wird jedes Jahr schwieriger.

Also, Kopftuchverbot im öffentlichen Raum, Moscheen kontrollieren, islamistische Strömungen verbieten etc.?

Ja, aber das reicht noch lange nicht aus. Und ich unterscheide nicht zwischen Muslime und Islamisten, es gibt nur einen Islam. Der Begriff Islamismus wurde vom Westen erfunden, ich kann den Islam streng oder light auslegen. Der Islam war nie friedlich, im Islam ist Gewalt immer positiv besetzt. Dafür sprechen die Erfahrungswerte der islamischen (Eroberungs-)Geschichte.

Jetzt scheren Sie schon wieder alle Muslime über einen Kamm und pauschalieren.

In den Muslimen keimt immer der Wunsch, die Welt zu islamisieren. Nur Kulturmuslime, die ihre Religion nicht praktizieren, sind von meiner Aussage ausgenommen. Alle anderen folgen früher oder später dieser Maxime, sobald sich die objektiven Möglichkeiten ergeben.

Hier bieten sich Vergleiche mit dem Christentum an, hier wurde auch missioniert, mit Abermillionen Toten.

Ja, aber das war vor 300 Jahren, der Islam hinkt Jahrhunderte nach. Die Muslime von heute sind die Christen vom 17. und 18 Jahrhundert. Wenn ich heute ein Bild von Mohammad male, egal ob negativ oder positiv, erklären mich Hundertmillionen Muslime zum Feind ihrer Religion. Wo wollen sie Vergleiche ziehen?

Aber gibt es nicht auch positive Entwicklungen, wenn man Ihnen zuhört, klingt das alles sehr pessimistisch.

Pessimist? Nein, eher Realist. Ja, ich habe leider wenig Hoffnung. Wir werden diese Phase im Nahen Osten noch lange haben, vielleicht mehr als 50 Jahre - den blutigen Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten, aber auch zwischen Muslimen und Nichtmuslimen.

Sie sind ein erfolgreicher Regisseur, warum lehnen Sie sich mit Ihrer Islamkritik so weit aus dem Fenster?

Ich hoffe, das war gerade keine Drohung (lacht). Nein im Ernst, wir Migranten begreifen eine gelungene Integration als Bekenntnis zu diesem Kulturkreis und seinen Werten. Wir müssen aufstehen und sagen, „hört auf, auf diesem Land herumzutrampeln, und fangt endlich an, eure Werte zu verteidigen". Mit meiner Kritik erfülle ich meine zivilisatorische Aufgabe. Das schulde ich Deutschland, der Freiheit und den kommenden Generationen.

Zur Person: Imad Karim

Imad Karim ist ein libanesisch-deutscher Regisseur, Drehbuchautor und Fernsehjournalist. Seine Filme wurden in den Fernsehanstalten ARD, ZDF, WDR, hr, BR, MDR, ORB, SR, SWR, NDR, 3Sat, Phoenix ausgestrahlt. Er gehörte verschiedenen Filmjurys an und ist selber Träger verschiedener Fernsehpreise. Seine Islamkritik brachte ihm viele Vorwürfe ein, so wird ihm immer wieder die Nähe zur AfD vorgeworfen, die er aber vehement abstreitet. Er selbst bezeichnet sich als Agnostiker.
Quelle: https://m.kurier.at/politik/deutsch-libanesischer-regisseur-imad-karim-wir-befinden-uns-mitten-in-der-islamischen-inquisitionszeit/270.091.734

Der Feminismus und Genderstudies natürlich dem Islam kein Problem, warum sollten Sie auch. Die Frau darf doch sitzen, oder etwa nicht?

Der Feminismus und Genderstudies natürlich dem Islam kein Problem, warum sollten Sie auch. Die Frau darf doch sitzen, oder etwa nicht?

Friday, June 16, 2017

Wer im Urlaub in Tunesien ins Meer geht sollte aufpassen, dass er nicht von einer NGO an Bord gezogen wird!

Wer im Urlaub in Tunesien ins Meer geht sollte aufpassen, dass er nicht von einer NGO an Bord gezogen wird!