Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda Joseph Goebbels gab im Dritten Reich die Richtlinien des „rechten Denkens“ vor. Das Hauptziel der Reichskulturkammer war die staatliche Organisation und Überwachung bzw. Kontrolle der Kultur. Demnach diente die Reichskulturkammer der Gleichschaltung der Kultur, um alle gesellschaftlichen Bereiche zu kontrollieren. Heute gibt es den „linken“ Mainstream und dessen politische Korrektheit. Eine mächtige Allianz aus Merkel, Gauck und anderen Spitzenpolitikern, aus Gewerkschaften, Kirchen, muslimischen Verbänden, die Amadeu-Antonio-Stiftung, den großen Medien und Talkshows bis hin zur terroristischen Antifa und einem Justizminister der sich eher als Gesinnungsminister hervortut. Sie teilen in Hell-Deutschland und Dunkel-Deutschland. Sie stellen jeden der nicht dem „linken“ Mainstream und dessen politische Korrektheit entspricht in die rechten Ecke bzw. diffamieren sie ggf. gleich als Nazis. Dieser Mainstream, diese Gut"herren"menschen ersetzen das Grundgesetz. Sie verbreiten und verüben ein subtiles Klima der Angst und Unterdrückung in allen gesellschaftlichen Bereichen. Sie üben Zensur und gesellschaftlichen Druck aus, wo immer es ihnen möglich ist. Sie geben das neue „Rechte Denken“ vor und schränken das Grundrecht auf Meinungs- und Informationsfreiheit ein. Da würde selbst ein Joseph Goebbels vor Neid erblassen. Dieser Blog – soll "Neues" aus der „neuen Reichskulturkammer“ - mit zusammengetragenen Beiträgen aus dem Internet - widerspiegeln.

Der Philosoph Theodor W. Adorno: „Ich fürchte mich nicht vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten.“

Saturday, April 18, 2015

Harald Martenstein - Ein Wort zum Thema Mohrenstraße in Berlin

Wohin man sieht in Berlin, überall stößt man auf Sexismus, Chauvinismus und Rassismus. Das muss sich ändern. Und zwar sofort. Es gäbe da so einige Vorschläge. Eine Glosse. 
In der Linie U 2 sagen jetzt diverse Prominente die Haltestellen an. Dieter Hallervorden hat die Haltestelle „Mohrenstraße“ aufgesprochen. Erwartungsgemäß gab es daran Kritik. „Mohrenstraße“ sei ein rassistischer, kolonialistischer Name, die Straße müsse unverzüglich in „Nelson-Mandela-Straße“ umbenannt werden. Da ist mir wieder einmal klar geworden, wie unsensibel die Stadt ist, in der ich lebe, man stößt auf Sexismus, Chauvinismus und Rassismus, wohin man im Stadtbild auch schaut.

Vor allem trifft dies natürlich für die Jungfernheide zu. „Alte Jungfer“ ist, wie jede und jeder weiß, ein stark abwertender Ausdruck für ältere, unverheiratete Frauen.

Ohne das Adjektiv steht „Jungfer“ – ebenfalls abwertend – für Frauen, die sich dem alltäglichen Sexismus verweigern. Ein neuer Name müsste dem gewandelten Frauenbild Rechnung tragen, wie wäre es mit „Managerinnenheide“? In Dahlem aber haben sie tatsächlich einen „Wachtelweg“. Im Vergleich zu „alte Wachtel“ wirkt „alte Jungfer“ ja noch beinahe höflich. Als Alternative bietet sich „Grillkuckuckweg“ an. Ich zitiere aus Wolfgang Groymanns Aufsatz „Geschlechterrollentausch beim Afrikanischen Grillkuckuck“: „Die Männchen übernehmen die Brutpflege, die Weibchen verteidigen Ressourcen und verpaaren sich mit mehreren Männchen. Der Afrikanische Grillkuckuck ist die einzige bekannte Vogelart mit diesem Paarungssystem.“ Kann es wirklich Zufall sein, dass ausgerechnet diese antisexistische und überdies afrikanische Spezies im Berliner Stadtbild bis heute ohne Würdigung geblieben ist?

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