Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda Joseph Goebbels gab im Dritten Reich die Richtlinien des „rechten Denkens“ vor. Das Hauptziel der Reichskulturkammer war die staatliche Organisation und Überwachung bzw. Kontrolle der Kultur. Demnach diente die Reichskulturkammer der Gleichschaltung der Kultur, um alle gesellschaftlichen Bereiche zu kontrollieren. Heute gibt es den „linken“ Mainstream und dessen politische Korrektheit. Eine mächtige Allianz aus Merkel, Gauck und anderen Spitzenpolitikern, aus Gewerkschaften, Kirchen, muslimischen Verbänden, die Amadeu-Antonio-Stiftung, den großen Medien und Talkshows bis hin zur terroristischen Antifa und einem Justizminister der sich eher als Gesinnungsminister hervortut. Sie teilen in Hell-Deutschland und Dunkel-Deutschland. Sie stellen jeden der nicht dem „linken“ Mainstream und dessen politische Korrektheit entspricht in die rechten Ecke bzw. diffamieren sie ggf. gleich als Nazis. Dieser Mainstream, diese Gut"herren"menschen ersetzen das Grundgesetz. Sie verbreiten und verüben ein subtiles Klima der Angst und Unterdrückung in allen gesellschaftlichen Bereichen. Sie üben Zensur und gesellschaftlichen Druck aus, wo immer es ihnen möglich ist. Sie geben das neue „Rechte Denken“ vor und schränken das Grundrecht auf Meinungs- und Informationsfreiheit ein. Da würde selbst ein Joseph Goebbels vor Neid erblassen. Dieser Blog – soll "Neues" aus der „neuen Reichskulturkammer“ - mit zusammengetragenen Beiträgen aus dem Internet - widerspiegeln.

Der Philosoph Theodor W. Adorno: „Ich fürchte mich nicht vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten.“

Saturday, September 5, 2015

Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem dies kroch! Die neuen Verfolger Unschuldiger

Der Schoß ist furchtbar noch

Die Proteste junger Deutscher in London zeugen von Unbefangenheit gegenüber der eigenen Geschichte. Malte Lehming über eine Diskussionsrunde mit Thilo Sarrazin.

Zu den ulkigsten Phänomenen der neueren deutschen Geschichte zählt die ungebrochene Attraktivität der Widerstandsattitüde. Eine sich angeblich in der Minderheit befindliche Linke, die gern „Gesicht zeigt“, wehrt sich mit Händen und Füßen, Trillerpfeifen und Pflasterstränden, der Verhängung von Berufsverboten und Anrufung von Gerichten gegen das Urböse schlechthin, zumeist Faschismus genannt. Die Folgen sind weniger ulkig: Unliebsame Staatsanwälte werden strafversetzt, Bundesbanker aus dem Amt gejagt, über Gregor Gysis DDR-Vergangenheit berichten nur noch Tollkühne, die sich einen kompetenten Rechtsbeistand leisten können.

Was die neudeutschen Gesinnungspolizisten beflügelt, ist freilich nicht Mut, sondern Gratismut. Sie wissen, dass es eine stabile gesellschaftliche und parlamentarische Mehrheit für Rot-Rot-Grün gibt, die sich in den meisten Medienhäusern niederschlägt. Sie wissen, dass der Begriff „Reformkommunist“ vielerorts als Ehrentitel gilt, während der „Reformfaschist“ nicht besser angesehen sein dürfte als Adolf Hitler selbst. Sie wissen, dass unter dem Deckmantel der „Zivilcourage“ fast jede Form der Gängelung, Rigidität und des Protests möglich ist, weil niemand merkt, dass diejenigen, die sich als verfolgte Unschuld präsentieren, längst zu Verfolgern Unschuldiger geworden sind.

Eine Diskussionsrunde mit Thilo Sarrazin an der London School of Economics (LSE) musste am Montag „aus Sicherheitsgründen“ abgesagt werden, weil überwiegend deutsche Studenten dagegen interveniert hatten. Während noch wenige Tage zuvor am Tahrir-Platz in Kairo junge Menschen ihr Leben riskiert hatten, weil sie sich bevormundet fühlten von selbst ernannten Wächtern über das, was in ihrem Land öffentlich geäußert werden darf, riskierten junge Deutsche in London eine dicke Lippe, weil sie finden, dass im Namen des „gesellschaftlichen Friedens“ die Meinungsfreiheit streng kontrolliert werden müsse.

„Gott schütze uns vor Sturm und Wind und Deutschen, die im Ausland sind“: Die alte Touristenweisheit wird durch deutsche Auslands-Studenten wiederbelebt, die sich für ihre Missetaten nicht einmal schämen. Fremdschämen indes müsste man sich für sie. „Hinter dem Phänomen ,fremdschämen’ steht ein Einfühlungsprozess, in dem eine Person A sich an Stelle einer anderen Person B schämt“, schreibt die Kommunikationswissenschaftlerin Nadia Zaboura („Das emphatische Gehirn: Spiegelneuronen als Grundlage menschlicher Kommunikation“). „Person B ist sich der schämenswerten Situation nicht bewusst, Person A aber durchaus. Aus dieser peinlichen Berührtheit für die Situation, in der Person B sich unwissend befindet, schämt sich Person A also stellvertretend für diese.“

Sie wissen nicht, was sie tun. Doch das entschuldigt sie nicht restlos. Im Ausland repräsentieren sie ein Land, in dem schon zweimal – von Nazis wie von Kommunisten – die Meinungsfreiheit mit Stiefeln getreten wurde. Und dieser Tradition stehen sie ebenso unbefangen gegenüber wie ihre Großeltern, die Liegestühle am Swimmingpool mit Handtüchern besetzen. Diese imperiale Geste zeugt wie die jugendliche Widerstandsattitüde vom selben teutonisch rechthaberischen Geist. „Deutschland schafft sich ab“, behauptet Sarrazin. Manchmal hofft man, dass das stimmt.

Quelle: Von Malte Lehming/Tagesspiegel

3 comments:

Anonymous said...

Danke
Diese Leute schaffen letztendlich die Demokratie ab und es gehört inzwischen schon Mut dazu solche Meinungen zu haben, wie in diesem Artikel geäußert. Vielen Dank an den Autor und hoffentlich ganz viel Zivilcourage, um uns von diesen Gesinnungsterroristen zu schützen.

Anonymous said...

So ähnlich sage ich das auch oft.
Wird aber manchmal zensiert. Mit den politisch Korrekten ist übrigens in den vielen Lebensverhältnissen wenig anzufangen. Sie sind weder flexibel, noch menschlich zuverlässig, noch bemüht um Erkenntnis. Denn sie tragen ja die Weihe der besseren, nein, der alleinseligmachenden Moral. Wie andere Deutsche, früher.

Anonymous said...

Danke fuer diesen
klugen Kommentar.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: "ich bin der Faschismus", der neue Faschismus sagt: "Ich bin der Antifaaschismus."