Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda Joseph Goebbels gab im Dritten Reich die Richtlinien des „rechten Denkens“ vor. Das Hauptziel der Reichskulturkammer war die staatliche Organisation und Überwachung bzw. Kontrolle der Kultur. Demnach diente die Reichskulturkammer der Gleichschaltung der Kultur, um alle gesellschaftlichen Bereiche zu kontrollieren. Heute gibt es den „linken“ Mainstream und dessen politische Korrektheit. Eine mächtige Allianz aus Merkel, Gauck und anderen Spitzenpolitikern, aus Gewerkschaften, Kirchen, muslimischen Verbänden, die Amadeu-Antonio-Stiftung, den großen Medien und Talkshows bis hin zur terroristischen Antifa und einem Justizminister der sich eher als Gesinnungsminister hervortut. Sie teilen in Hell-Deutschland und Dunkel-Deutschland. Sie stellen jeden der nicht dem „linken“ Mainstream und dessen politische Korrektheit entspricht in die rechten Ecke bzw. diffamieren sie ggf. gleich als Nazis. Dieser Mainstream, diese Gut"herren"menschen ersetzen das Grundgesetz. Sie verbreiten und verüben ein subtiles Klima der Angst und Unterdrückung in allen gesellschaftlichen Bereichen. Sie üben Zensur und gesellschaftlichen Druck aus, wo immer es ihnen möglich ist. Sie geben das neue „Rechte Denken“ vor und schränken das Grundrecht auf Meinungs- und Informationsfreiheit ein. Da würde selbst ein Joseph Goebbels vor Neid erblassen. Dieser Blog – soll "Neues" aus der „neuen Reichskulturkammer“ - mit zusammengetragenen Beiträgen aus dem Internet - widerspiegeln.

Der Philosoph Theodor W. Adorno: „Ich fürchte mich nicht vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten.“

Friday, November 13, 2015

Hetzen für Anfänger und Mutlose

Haben Sie einen unliebsamen Nachbarn, dem Sie es gerne einmal so richtig heimzahlen möchten? Oder einen Kollegen, der Ihnen richtig auf den Geist geht, und den Sie lieber heute als morgen gefeuert sähen? Oder kennen Sie einen Professor, dessen Ansichten Sie nicht teilen und den Sie deshalb verwünschen? Dann wüsste ich etwas für Sie. Die Methode ist ganz einfach und funktioniert derzeit immer besser. Stellen Sie einfach die Behauptung in den Raum, der Nachbar, der Kollege oder der Professor seien rechtsradikal – und ratzfatz ist der Ruf des Kerl oder der Frau erledigt! Sie wenden ein: „Aber ich muss die Behauptung doch belegen und das kann ich nicht!“ Von wegen! Sie müssen gar nichts. Sie sollten nur hartnäckig immer wieder mit braunen Attributen auf die Zielperson werfen – und irgendwann bleibt schon etwas hängen.
Die Manipulation ist so professionell geworden, dass Goebbels Propagandaministerium vor Neid erblassen würde. Die modernen Medien sind ein System der lückenlosen Gehirnwäsche.


Sie wollen das nicht glauben? Sie meinen, es geht doch nicht so einfach, jemanden schnell mal in die Nähe von Pegida & Co zu stellen und damit seinen Ruf zu ruinieren? Doch, doch, das geht! Glauben Sie mir, es geht ganz einfach! Ich kann es mal an einem Beispiel erläutern.

Der Historiker Jörg Baberowski veröffentlichte Anfang September einen Beitrag in der FAZ , in dem er unter anderem auf den Unterschied zwischen Asyl und Migration hinwies. Jörg Baberowski lehrt an der Humboldt-Universität Berlin Geschichte Osteuropas und erhielt den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Sachbuch/Essay. Ich fand seine Sichtweise diskussionswürdig – aber bald darauf erfuhr ich etwas Schreckliches. Um Gottes Willen! http://www.tagesspiegel.de/kultur/gewaltforscher-joerg-baberowski-der-stalin-experte-als-politikberater/12455454.html. Der Tagesspiegel schrieb nämlich über ihn – wie hier und hier schon kommentiert – „Vorwürfe, dass er der extremen Rechten angehöre, mehren sich. Auch in französischen Blogs und Online-Foren ist davon die Rede.“

Hatte ich mich geirrt und war einem extrem Rechten aufgesessen? Ich las noch einmal und fand keinen Beleg, im Gegenteil, ich stieß auf ein Interview https://www.youtube.com/watch?v=yte-61KehH0 bei 3sat, in dem Baberowski sagt: „Ich kann mal vorausschicken, dass ich sehr gerne in einer multikulturellen Gesellschaft lebe, ich empfinde das als großen Gewinn, dass unser Land bunter geworden ist.“ Also wie jetzt? Einen ganzen Tag lang (da sehen Sie, was kritisches Hinterfragen Zeit kostet!) suchte ich nach Belegen der im Tagesspiegel aufgestellten Behauptungen in französischen Blogs und Online-Foren. Die Ausbeute: Nichts. Es taucht zwar einmal, genau einmal, diese Behauptung auf, aber die findet sich auf der World Socialist Web Site , eine Quelle, die ungefähr so glaubwürdig ist wie die Voraussage Ihrer Zukunft im Jahreshoroskop in „Bild der Frau“. 

Bei meinem verzweifelten Versuch, endlich den Beleg für die „extreme Rechte“ zu bekommen, schrieb ich schließlich den Chefredakteur des Tagesspiegels, Lorenz Maroldt, an. Er antwortete aber auch auf Nachfrage nicht. Vielleicht hat er die Beweise so gut versteckt, dass er sie nicht mehr findet? Sie lernen daraus: Auf Nachfrage einfach schweigen! Und dann warten Sie einfach ab, wie sich alles weiter trägt, das wird schon! Wie auch im Fall Baberowski – bald darauf tauchte er nun auch hier als Feind der offenen Gesellschaft auf.

Was übrigens auch super wirkt, das hätte ich fast vergessen: Falls Sie sich nicht so recht trauen, können Sie das Ganze auch anonym angehen. An der Berliner Humboldt Universität hängen Plakate aus, auf denen der Professor als „braune Ratte“ bezeichnet wird. Ein großer Vorteil in der Methode liegt auch darin, dass Sie selbst einfach bestimmen können, ob einer Liberaler oder Konservativer rechtsextrem ist. Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Setzen Sie sich erst gar nicht mit Argumenten auseinander, werfen sie einfach die braunen Farbbeutel los! Einziger Wermutstropfen: dass die Meinungen und die Demokratie damit weniger bunt und in der Folge weniger stabil werden, muss Ihnen dabei herzlich egal sein. 

Quelle: http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/hetzen_fuer_anfaenger_und_mutlose

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