Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda Joseph Goebbels gab im Dritten Reich die Richtlinien des „rechten Denkens“ vor. Das Hauptziel der Reichskulturkammer war die staatliche Organisation und Überwachung bzw. Kontrolle der Kultur. Demnach diente die Reichskulturkammer der Gleichschaltung der Kultur, um alle gesellschaftlichen Bereiche zu kontrollieren. Heute gibt es den „linken“ Mainstream und dessen politische Korrektheit. Eine mächtige Allianz aus Merkel, Gauck und anderen Spitzenpolitikern, aus Gewerkschaften, Kirchen, muslimischen Verbänden, die Amadeu-Antonio-Stiftung, den großen Medien und Talkshows bis hin zur terroristischen Antifa und einem Justizminister der sich eher als Gesinnungsminister hervortut. Sie teilen in Hell-Deutschland und Dunkel-Deutschland. Sie stellen jeden der nicht dem „linken“ Mainstream und dessen politische Korrektheit entspricht in die rechten Ecke bzw. diffamieren sie ggf. gleich als Nazis. Dieser Mainstream, diese Gut"herren"menschen ersetzen das Grundgesetz. Sie verbreiten und verüben ein subtiles Klima der Angst und Unterdrückung in allen gesellschaftlichen Bereichen. Sie üben Zensur und gesellschaftlichen Druck aus, wo immer es ihnen möglich ist. Sie geben das neue „Rechte Denken“ vor und schränken das Grundrecht auf Meinungs- und Informationsfreiheit ein. Da würde selbst ein Joseph Goebbels vor Neid erblassen. Dieser Blog – soll "Neues" aus der „neuen Reichskulturkammer“ - mit zusammengetragenen Beiträgen aus dem Internet - widerspiegeln.

Der Philosoph Theodor W. Adorno: „Ich fürchte mich nicht vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten.“

Sunday, February 14, 2016

Flüchtlinge werden vom Kapitalismus nicht vertrieben sondern angelockt

Treibt der ungezügelte Kapitalismus die Entrechteten der Welt nach Europa? Ganz im Gegenteil - er ist oftmals ihre einzige Chance.

Fluchtursachen bekämpfen! Darin sind sich alle einig. Egal ob Linkspartei, SPD, Union oder AfD. Kein Wunder, bei über eine Millionen Flüchtlingen allein im letzten Jahr. Doch was ist das eigentlich, Fluchtursachen? Die Meinungen darüber gehen weit außeinander - zu weit.

Fragt man beispielsweise Katja Kipping von der Linkspartei, so ist die Sache klar. Der ungezügelte Kapitalismus sei die Wurzel allen Übels, heißt es in einem eingängigen Text auf ihrer Facebookseite. Der Post ist plakativ. Er bietet für für all Jene handgreifliche Argumente, die bei jeder aufgehitzten Flüchtlingsdiskussion am Arbeitsplatz und anderswo „pro Flüchtlinge" sein wollen und es trotzdem irgendwie befremdlich finden, mit der Bundeskanzlerin auf einer Linie zu liegen.

Für sie hat Kipping einschlägige Schlagworte parat. „Neoliberalismus" etwa oder „Globalisierung" stehen als Schuldige bereit. Diese beiden Börsewichte, die auf hinterliste Art und Weise gemeinsame Sache machen, seien an „einem Punkt angekommen, an dem alte Rechnungen fällig werden. Einerseits die Rechnung zwischen Erster und Dritter Welt und andererseits die zwischen Arm und Reich hier." Eine Millionen Migranten auf der Flucht vor dem Kapitalismus - in das Zentrum des westlichen Kapitalismus hinein?

Was auf der linken Seite des politischen Spektrums gebetsmühlenartig wiederholt wird, in der festen Absicht alte Feindbilder zu pflegen, erscheint mit Blick auf die aktuellen Flüchtlingszahlen wenig plausibel. 53 Prozent der Antragsteller stammen aus Syrien, 13 Prozent aus dem Irak und beinahe 10 Prozent haben eine Flucht aus Afghanistan hinter sich.
In allen drei Ländern vertreibt nicht der „ungezügelte Kapitalismus" Zehntausende aus ihren Häusern und Heimatstätten, sondern sehr reale Fassbomben und kopfabschneidene Terrorbanden. Es sind Verbrecher wie Bashar al-Assad und Abu Bakr al-Baghdadi, die der westlichen Hemisphäre „eine Rechnung ausstellen" - nicht Coca-Cola, Google und Apple. Dass Letztere, also „die Reichen und die Profiteure des Neoliberalismus" nun dafür zahlen sollen, ist pathetische Rhetorik mit der man sicherlich viel Applaus beim linksliberalen Mittelschichtenpublikum erntet, mehr aber auch nicht.
In Wahrheit gilt das Gegenteil. Der westliche Kapitalismus, eingebettet in funktionsfähigen liberalen Demokratien, mit Rechtstaat und allen drum und dran, klingt in den Ohren der millionen Vertriebenen wie das weit entfernte Paradies. Genau jenes System, das der politischen Linken seit jeher missfällt. Dabei ist es mehr als ein Treppenwitz der Geschichte, dass gerade der Versuch dem Kapitalismus Zügel anzulegen, indem man Anfang 2015 den gesetzlichen Mindestlohn einführte, nun hunderttausende wenig qualifizierte Migranten vom Arbeitsmarkt fernhält. Und andersals es Kipping und der Linkspartei vorschwebt, ist es keine besonders kluge Fluchtursachenbekämpfung, nun die Abschaffung dieses Systems zu fordern.

Oliver Weber ist Abiturient und schreibt als Blogger und freier Journalist über Themen aus Politik, Wirtschaft und Kultur. 

Quelle: http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/fluechtlinge_werden_vom_kapitalismus_nicht_vertrieben_sondern_angelockt

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