Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda Joseph Goebbels gab im Dritten Reich die Richtlinien des „rechten Denkens“ vor. Das Hauptziel der Reichskulturkammer war die staatliche Organisation und Überwachung bzw. Kontrolle der Kultur. Demnach diente die Reichskulturkammer der Gleichschaltung der Kultur, um alle gesellschaftlichen Bereiche zu kontrollieren. Heute gibt es den „linken“ Mainstream und dessen politische Korrektheit. Eine mächtige Allianz aus Merkel, Gauck und anderen Spitzenpolitikern, aus Gewerkschaften, Kirchen, muslimischen Verbänden, die Amadeu-Antonio-Stiftung, den großen Medien und Talkshows bis hin zur terroristischen Antifa und einem Justizminister der sich eher als Gesinnungsminister hervortut. Sie teilen in Hell-Deutschland und Dunkel-Deutschland. Sie stellen jeden der nicht dem „linken“ Mainstream und dessen politische Korrektheit entspricht in die rechten Ecke bzw. diffamieren sie ggf. gleich als Nazis. Dieser Mainstream, diese Gut"herren"menschen ersetzen das Grundgesetz. Sie verbreiten und verüben ein subtiles Klima der Angst und Unterdrückung in allen gesellschaftlichen Bereichen. Sie üben Zensur und gesellschaftlichen Druck aus, wo immer es ihnen möglich ist. Sie geben das neue „Rechte Denken“ vor und schränken das Grundrecht auf Meinungs- und Informationsfreiheit ein. Da würde selbst ein Joseph Goebbels vor Neid erblassen. Dieser Blog – soll "Neues" aus der „neuen Reichskulturkammer“ - mit zusammengetragenen Beiträgen aus dem Internet - widerspiegeln.

Der Philosoph Theodor W. Adorno: „Ich fürchte mich nicht vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten.“

Sunday, May 29, 2016

Selektive Beleidigung


Wer wird hier eigentlich beleidigt? Ein Mann sagt über das Verhältnis vieler Deutscher zum deutschen Nationalspieler Jérôme Boateng diesen Satz: „Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben". Hätte das jetzt beispielsweise Richard David Precht oder Heiko Maas mit angemessen anklagendem Ton geäußert, gäbe es ein allgemein zustimmendes Nicken im deutschen Medien-Soziotop, schließlich bestätigt diese Aussage nur, dass Rassismus in Deutschland immer noch weit verbreitet und alltäglich ist. Man könnte die Forderung nach mehr Förderung für antirassistische Initiativen anhängen oder ähnliches. Aber wäre jemand beleidigt? Wenn ja, wer? Allenfalls doch der weiße deutsche Durchschnittsbürger, der sich als Rassist abgestempelt sieht, weil er sich keinen schwarzen Nachbarn wünscht, könnte sich auf den Schlips getreten fühlen. Aber derlei ist er schon gewöhnt. Es gäbe also keinen Aufreger und niemand käme auf die Idee, dieser Satz wäre ehrabschneidend für Boateng oder würde gar dessen Deutschsein in Frage stellen.
Doch der Satz stammt aktuell von AfD-Vize Alexander Gauland aus einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Und wenn ein AfD-Vertreter soetwas sagt, müssen die Worte natürlich ganz anders gewichtet werden. Da kann auch aus einer Zustandsbeschreibung eine rassistische Beleidigung werden über die sich alle empören. DFB-Präsident Reinhard Grindel sagte, es sei einfach geschmacklos, die Popularität Boatengs und der Nationalmannschaft „für politische Parolen zu missbrauchen". Auch der Manager der Nationalmannschaft, Oliver Bierhoff, wandte sich gegen Gaulands Bemerkungen. „Es ist ja nicht das erste Mal, dass wir mit solchen Äußerungen konfrontiert werden. Sie bedürfen keiner weiteren Kommentierung, die Personen diskreditieren sich von alleine", sagte Bierhoff. Und Bundesjustizminister Heiko Maas darf nicht fehlen: „Einfach nur niveaulos und inakzeptabel. Wer so redet, entlarvt sich selbst – und das nicht nur als schlechter Nachbar", twitterte der SPD-Politiker.
Heiko Maas muss jetzt nur aufpassen, dass er nicht aus Versehen den gleichen Satz sagt, um den alltäglichen Rassismus anzuprangern und sich dann jemand an diesen kleinen Sturm im Wasserglas erinnert. Quelle der Zitate: www.tagesspiegel.de/politik/afd-und-fussball-nationalspieler-afd-vize-gauland-beleidigt-jerome-boateng/13656006.html

Quelle: http://sichtplatz.de/?p=6027

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