Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda Joseph Goebbels gab im Dritten Reich die Richtlinien des „rechten Denkens“ vor. Das Hauptziel der Reichskulturkammer war die staatliche Organisation und Überwachung bzw. Kontrolle der Kultur. Demnach diente die Reichskulturkammer der Gleichschaltung der Kultur, um alle gesellschaftlichen Bereiche zu kontrollieren. Heute gibt es den „linken“ Mainstream und dessen politische Korrektheit. Eine mächtige Allianz aus Merkel, Gauck und anderen Spitzenpolitikern, aus Gewerkschaften, Kirchen, muslimischen Verbänden, die Amadeu-Antonio-Stiftung, den großen Medien und Talkshows bis hin zur terroristischen Antifa und einem Justizminister der sich eher als Gesinnungsminister hervortut. Sie teilen in Hell-Deutschland und Dunkel-Deutschland. Sie stellen jeden der nicht dem „linken“ Mainstream und dessen politische Korrektheit entspricht in die rechten Ecke bzw. diffamieren sie ggf. gleich als Nazis. Dieser Mainstream, diese Gut"herren"menschen ersetzen das Grundgesetz. Sie verbreiten und verüben ein subtiles Klima der Angst und Unterdrückung in allen gesellschaftlichen Bereichen. Sie üben Zensur und gesellschaftlichen Druck aus, wo immer es ihnen möglich ist. Sie geben das neue „Rechte Denken“ vor und schränken das Grundrecht auf Meinungs- und Informationsfreiheit ein. Da würde selbst ein Joseph Goebbels vor Neid erblassen. Dieser Blog – soll "Neues" aus der „neuen Reichskulturkammer“ - mit zusammengetragenen Beiträgen aus dem Internet - widerspiegeln.

Der Philosoph Theodor W. Adorno: „Ich fürchte mich nicht vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten.“

Tuesday, November 22, 2016

„Am schlimmsten ist der Spiegel“: Weltwoche-Chef Köppel rechnet mit deutscher Trump-Berichterstattung ab

„Am schlimmsten ist der Spiegel": Weltwoche-Chef Köppel rechnet mit deutscher Trump-Berichterstattung ab

Publishing Medien sollten berichten, nicht Wahlkampf machen, sagt Weltwoche-Chef Roger Köppel im Interview mit MEEDIA. Die Leute, die vom Versprechen an die Leser und Zuschauer leben, hätten systematisch an der Wirklichkeit vorbeipubliziert. Das gelte vor allem für die us-amerikanischen Medien. Aber auch mit den deutschen Medien geht Köppel hart ins Gericht.

Wie fällt ihr Urteil über die Arbeit der meisten Journalisten während des US-Wahlkampfes aus?
Die Medien haben total versagt, vor allem die amerikanischen, aber auch die deutschen. Völlig daneben war allerdings die Stellungnahme von Kanzlerin Merkel, die vom hohen Ross herab die Amerikaner nach der Trump-Wahl zur Einhaltung der Menschenrechte mahnte. Frau Merkel sollte sich zuerst um die Einhaltung vernachlässigter europäischer Rechte kümmern, wie zum Beispiel die Asylgesetze oder das Verbot, verschuldeten EU-Staaten zu helfen.

Was haben die Medien denn genau falsch gemacht?
Medien sollen berichten, nicht Wahlkampf machen. Das aber machten sie: krampfhaft gegen Trump. Für Clinton. Und sie haben diesen Wahlkampf auch noch verloren. Wie peinlich. Die Leute, die vom Versprechen an die Leser und Zuschauer leben, sie würden den Leuten die Wirklichkeit erklären und selber die Wirklichkeit verstehen, haben systematisch an der Wirklichkeit vorbeipubliziert.

Sie sagen, dass die Medien nie objektiv über Trump berichtet haben. Liegt das auch daran, dass der künftige US-Präsident lange nur als Witzfigur und nicht als ernstzunehmender Kandidat wahrgenommen wurde?
Genau. Die Mainstream-Medien ergriffen total scheinheilig und einseitig Partei gegen Trump und für Clinton. So schafft sich ein Berufsstand ab.

Ist das jetzt nach der Wahl besser geworden?
Nein. Man steckt gehässig im Anti-Trump-Winkel fest.

In ihrem aktuellen Editorial schreiben Sie selbst, dass Sie Ihre Trump-Faszination erst heimlich im dunkeln Gästezimmer (ergo Kämmerlein) auszuleben wagten. Hat auch die Weltwoche zuerst einseitig über Trump berichtet?
Die Weltwoche hat als Zeitung eine klare Linie, aber auch die größte Offenheit für andere Standpunkte. Im US-Wahlkampf haben wir beide Kandidaten aus mehreren Perspektiven beleuchtet. Wir machten nicht mit bei der Heiligsprechung von Hillary, aber auch nicht bei der Verteufelung Trumps. Begeistert bin ich nicht über Trump, aber über die Unabhängigkeit der US-Wählers, die sich von der Propaganda nicht beirren ließen.

Gibt es ein deutsches Medium, das Ihnen besonders negativ aufgefallen ist?
Am schlimmsten ist der Spiegel. Das hat mit Journalismus nichts mehr zu tun. Zuerst war Trump ein Wahnsinniger, jetzt ist er auf dem Cover eine Super Nova, ein Feuerball, der die Erde vernichtet. Das ist nicht nur dumm. Dahinter steckt vor allem die hochnäsige, ja hasserfüllte Verachtung eines einwandfreien demokratischen Volksentscheids, der Trump ins Amt brachte. Der Spiegel ist heute ein Sturmgeschütz gegen die Demokratie, gegen das Volk.

Gibt es aus Ihrer Sicht auch Positiv-Beispiele?
Weltwoche-Kolumnist Henryk Broder war wie immer eine wohltuende Gegenstimme der Vernunft.

Welche Folgen wird der Trump-Sieg für die Medien haben?
Ich hoffe, eine heilsame.

Wie sollten sich die Medien Trump denn jetzt nähern?
Natürlich kritisch, aber man sollte ihn und die Leute, die ihn gewählt haben, ernst nehmen. Interessanter als Trump war für mich immer der gewaltige Zulauf, den er erzielte. Man muss sich damit abfinden, dass ihn die Amerikaner freiwillig wählten, weil sie etwas anderes wollen als eine Fortführung der schlechten linken Politik Obamas.

Der ganze Wahlkampf zeigte aber auch, dass Trump, wie auch andere Populisten das Spiel mit der Angst meisterlich beherrscht. Sie ziehen Teile ihres Erfolges und ihrer Energie aus dem Bedienen der Wähler-Ängste. Arbeiten die ihnen nahestehenden Medien, wie auch die Weltwoche, mit ähnlichen Techniken?
Wir stehen keinen Politikern nahe, sondern der Schweiz und ihren Grundwerten: freie Meinungsäusserung, Selbstbestimmung und Rechtsstaat. Die Ironie dieses US-Wahlkampf war, dass genau die Leute, die Trump Angstmacherei vorwarfen, die größte „Habt Angst vor dem bösen Mann"-Kampagne der Geschichte machten. Unterschätzen Sie nie den Faktor Heuchelei in Medien und Politik.

Aber Herr Köppel, Sie sind ja gar nicht unabhängig, sondern Parteimitglied der Schweizerischen Volkspartei (SVP) und wurden 2015 in den Nationalrat der Schweiz gewählt. Das macht die Weltwoche schon auch zu einem Parteiblatt.
Nein. Ich bin 100 Prozent unabhängig und folge meinen Überzeugungen. Keine Partei gibt mir Weisungen, aber ich engagiere mich für die Schweiz im Rahmen der grössten liberalkonservativen Partei der Schweiz, der SVP. Im Unterschied zu Deutschland haben wir weder ein Berufsparlament noch einen Fraktionszwang. Ich arbeite also. Zudem: Ich teile die Grundwerte der Partei, bin aber kritisches Mitglied. Die Weltwoche selber hat unter meiner Führung den grössten SVP-Skandal aufgedeckt, und auch seit ich Mitglied bin, immer wieder kritisch über die Partei berichtet. Ausserdem schreiben in der Weltwoche, die keine institutionellen Bindungen an irgendeine Partei hat, dauernd auch Linke oder andere, SVP-kritische Bürgerliche.

Zum Trump-Triumph gehört auch der Siegeszug von Breitbart.com. Wie stehen Sie zu dieser Nachrichten-Plattform. Wie man hört, sind die gerade in Europa auf der Suche nach Partnern. Würde die Weltwoche mit Breitbart – beispielsweise in der Schweiz – oder auch in Deutschland zusammenarbeiten?
Ich kenne Breitbart zu wenig, aber ich freue mich immer über mehr Vielfalt statt Einfalt in den Medien. Meines Wissens schreibt James Delingpole vom Spectator für Breitbart, ein brillanter Autor, der auch schon für uns geschrieben hat. Wenn die Delingpole nehmen, können sie nicht so schlecht sein.

Wäre der bundesdeutsche Wahlkampf, der jetzt nun ja bald startet, mit der sich abzeichnenden massiven AfD-Debatte, nicht eine große Chance für die Weltwoche den Sprung nach Deutschland zu wagen?
Ich mag Deutschland und die Deutschen, die von ihren eigenen Medien immer wieder zu Unrecht heruntergemacht werden. Es gibt in Deutschland ein verfilztes Medien- und Polit-Establishment, das den Bezug zur Wirklichkeit verloren hat, wie auch die illegale Völkerwanderung des letzten Jahres zeigte. Als bekennender Schweizer verfolge ich aber einen konsequent nicht-imperialistischen Ansatz. Ich glaube nicht, dass die Deutschen auf einen Schweizer gewartet haben, der über ihr faszinierendes und schönes Land berichtet!

Nachtrag und Anmerkung der Redaktion (18.20 Uhr):
Roger Köppel sagt: „Wir stehen keinen Politikern nahe". An dieser Stelle sei erwähnt, dass der Chefredakteur Mitglied der Schweizerischen Volkspartei (SVP) ist und 2015 in den Nationalrat der Schweiz gewählt wurde. Deshalb haben im Anschluss nachträglich noch eine Nachfrage in das Interview eingefügt.
Quelle: http://meedia.de/2016/11/22/am-schlimmsten-ist-der-spiegel-weltwoche-chef-koeppel-rechnet-mit-deutscher-trump-berichterstattung-ab/

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